DeTOD statt DeTOX

Die Fastenzeit ist ja schon voll im Gange. Seit Aschermittwoch faste ich Süßigkeiten. Das schien mir dann doch etwas zu langweilig und so versuche ich eine 3 Tage Detox-Kur zu machen.  Ob mir das etwas gebracht hat und wie meine Erfahrungen waren, lest ihr weiter unten.

 

Was ist Detox eigentlich?

Detoxing ist die „Entgiftung des Körpers“. Entgiftung deshalb, weil unser Körper täglich mit Schadstoffen von außen und diversen Umweltgiften konfrontiert ist. Wenn man eine Detox-Kur macht, hat der Körper Energie frei, die er normal für den Abbau von fester Nahrung braucht und kann diese freie Energie für den Abbau von Giftstoffen verwenden.

Natürlich sollte man in dieser Zeit auch keine Neuen zu sich nehmen. Also kein Alkohol, kein Nikotin oder Ähnliches.

Trinken darf man stilles Wasser oder einen Detox-Tee. Zu Essen gibt es leicht verdauliches wie Obst und Gemüse.

Um den Detoxvorgang etwas zu pushen, wird empfohlen sich täglich eine halbe Stunde bis Stunde zu bewegen. Heißt: kein Extremsport, sondern einfach Spazieren gehen. Außerdem ist dies auch eine gute Zeit, um sein Handyverhalten zu überdenken und es einfach öfter mal in der Tasche zu lassen.

 

Nebenwirkungen

Es können diverse Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Hautirritationen auftreten. Die Hautirritationen kommen daher, dass die Leber nun die Giftstoffe schneller und stärker abbauen kann und Giftstoffe ja bekanntlich auch über die Haut abgesondert werden.

 

Soweit die Theorie.

 

Spruch des Tages- Donnerstag

 

Erster Tag:

 

Zum Frühstück gibt es einen Smoothie mit Kiwi, Banane, Grapefruit und einem Stück Ingwer. Voller Motivation schnippel ich das ganze Obst und gebe es in meinen Thermomix. Zum Schluss darf man es immerhin mit Agavendicksaft süßen. Die Spannung steigt, ich mache den Deckel auf, um mir das Ergebnis anzusehen uuuunndd… Pustekuchen. Der Smoothie sieht weder gesund noch lecker aus. Eher so, als hätte jemand hingekotzt. Aber nun gut… ich will meinem Körper ja etwas Gutes tun. Ich habe ihn dann erstmal in eine Flasche gefüllt und eingepackt. Dann habe ich mir noch für die Mittagspause einen Feldsalat mit Sonnenblumenkernen, Gurke, Salat und Zucchini gemacht. Das Dressing bestand aus Olivenöl, Salz, Pfeffer und  einem Teelöffel Zitrone. Ich muss im Vorfeld zugeben, ich bin nicht wirklich ein Gemüsefan, aber gut, was tut man nicht alles.

Um 8:00 Uhr in der Schule in Bamberg habe ich mir dann erst einmal meinen Smoothie gegönnt, der nicht halb so gut aussah wie Tamaras Käsesemmel. Außerdem hätte ich ihn mehr pürieren müssen. Es waren immer noch zu viele große Stücke drin. Na gut, aber dann hatte ich wenigstens was zu kauen…

Um 10 Uhr hatte ich dann schon wieder Hunger… aber zu Mittag war nur ein Salat eingeplant, also sollte ich noch etwas warten. Ab viertel 12 konnte ich es dann nicht mehr aushalten und habe angefangen den Salat zu essen. Der Salat war geschmacklos und relativ ekelhaft. Zwischendurch kam mir der Gedanke, ob ich es nicht doch lieber im Sommer gemacht hätte und dann Gartengemüse verwendet hätte. Tapfer aß ich weiter…. Zu diesem Zeitpunkt fragte ich mich schon das erste Mal, was noch einmal der Sinn an dem ganzen war. Irgendwann bekam ich dann Kopfschmerzen und mein Magen fing das Grummeln an… (War das also der Sinn daran??)

Als wir wieder zu Hause waren, hatte ich die Schnauze voll und habe die Detoxkur gleich beendet. Ihr wisst gar nicht wie gut so ein Käsebrot schmecken kann. Danach fühlte ich mich immer noch nicht wirklich besser und ich habe dann erst einmal drei Stunden geschlafen. Aber das komische Gefühl in meinem Bauch ging bis abends nicht mehr weg.

 

Ja, vielleicht hätte ich mehr Durchhaltungsvermögen zeigen müssen, aber warum sollte ich meinem Körper so etwas antun, wenn er völlig gesund ist und ich nicht abzunehmen brauche? Man darf auch wirklich mal nein sagen und nicht jeden bescheuerten Trend mitmachen.

Habt Spaß am Wochenende und lasst euch all das gute Essen der Welt von keinem verbieten!

 

Eure Eva