Das Batteriezeichen, die Autobahnausfahrt Scheßlitz und der Keilriemen

Eigentlich würden Tamara, Lisa und ich gerade in der Berufsschule sitzen. Ja eigentlich.

Wir fahren immer so um 6:50 Uhr los. Heute um 7:05 Uhr fängt Tamaras Auto auf einmal an, komische Geräusche zu machen.

Tamara : Oh Gott. Seid ihr jetzt auch so erschrocken?

 

7:10 Uhr das Auto gibt wieder ratternde Geräusche von sich.

Tamara: Ach das hört gleich wieder auf

(Wir fahren unterdessen mit 160 km/h weiter auf der Autobahn)

 

7:15 Uhr das Batteriezeichen leuchtet auf

 

Tamara: Ohhh Gott!!! Was is des? Was muss ich denn jetzt machen

Eva: Hast du irgendwo ne Betriebsanleitung?

Lisa schaut nach.

 

Lisa: Da steht jetzt drin, man soll anhalten und die nächste Werkstatt aufsuchen.

 

Tamara: Oh Gott, oh Gott, oh Gott

 

Eva: Wir fahren jetzt langsamer und bei der nächsten Ausfahrt raus…

Tamara: Oh man ABS leuchtet auch. Und des Lenkrad lässt sich nur ganz schwer bewegen.

 

Also Ausfahrt Richtung Scheßlitz runter.

Mussten kurz stehen bleiben, weil Autos von rechts kamen.

Natürlich ist das Auto dann nicht mehr angesprungen, bzw hat sich nur ein paar Zentimeter bewegt. Haben dann versucht möglichst nah an den Rand zu kommen.

Auto bei Ausfahrt

Tamara: Na toll und jetzt?

 

Naja wir haben erstmal die Warnblinkanlage angeschalten und sind dann  ausgestiegen. Nicht, dass uns noch wer drauffährt.

Haben dann alle unsere Sachen aus dem Auto rausgeholt und auf die Wiese nebenan hinter die Leitplanke geschmissen.

Tamara hat dann erstmal ihre Eltern angerufen und Eva in der Berufsschule, dass wir aufjedenfall später kommen werden.

 

Tamaras Schwager arbeitet bei einer Autowerkstatt und hat versprochen uns abzuschleppen.

Das könnte allerdings eine Zeit dauern, da er erst von Pegnitz losfahren musste.

Inzwischen war es 7:26 Uhr

Wie war das nochmal mit dem Warndreieck? 100 Meter vom Wagen entfernt oder so? Naja egal… Hauptsache man sieht uns früh genug.

Habt ihr schon mal versucht so ein Ding aufzuklappen? Ist nicht ganz so einfach wies ausschaut. Eva hat allerdings noch gewusst wie es ging, da sie erst letztens bei einem Wildunfall eins gebraucht hat.

 

Danach haben wir drei uns erstmal auf die Wiese gesetzt.

 

Es haben ein paar Menschen angehalten und gefragt, ob sie uns helfen können.Wir hatten alles unter Kontrolle. War aber trotzdem schön zu sehen, wie hilfsbereit manche Leute sind. Danke nochmal an Alle!

Irgendwann hat ein älterer Herr angehalten, ist zu uns rübergelaufen. Er wollte uns nur mitteilen, dass die nächste Opelwerkstatt 300 Meter entfernt wäre. Super. War ja klar. Man wäre so nah an „der Rettung“ dran und kommt nicht vom Fleck.

 

Etwas später haben wir dann etwas zum Essen ausgepackt. Nach dem kleinen Schock war das auch dringend nötig.

 

Für vorbeifahrende Autofahrer muss das echt ausgesehen haben, als würden drei Mädels Picknick an ner Autobahnausfahrt machen und die letzten Hausaufgaben vor der Schule abschreiben.

Affen Bild

Irgendwann um 9 Uhr war es dann soweit. Endlich sind wir mit dem ADAC-Abschleppwagen abgeholt worden. Das erste und hoffentlich auch letzte Mal, dass wir in so einem Ding mitfahren durften. Die Fahrerkabine schaut von außen relativ klein aus, aber es haben doch wirklich 6 Personen darin Platz.

Irgendwie war es schon ein gutes Gefühl nicht mehr so hilflos auf der Straße stehn zu müssen.

Sind dann wieder in den Kurier gefahren, da es sich für die Schule nicht mehr wirklich rentiert hätte. Ihr könnt uns glauben, dass unsere Kollegen ganz schön doof gekukt haben, als wir mit dem Abschleppwagen am Kurier abgeliefert wurden.

Tamaras Auto auf Abschleppwagen

Naja und jetzt sind wir wieder hier, nach unserer kleinen Weltreise und werden uns jetzt wieder unserer Arbeit und um die laufenden Projekte kümmern.

Wir hoffen ihr seid heute gut in die Arbeit / Schule gekommen und habt einen tollen Mittwoch!

 

Liebe Grüße

 

Die Azubis aus dem ersten Lehrjahr

Lisa, Tamara und Eva 🙂