6. Dezember – Warum feiern wir eigentlich Nikolaus?

Bald ist es wieder soweit: Die Kinder stellen voller Vorfreude ihre Stiefel am Vorabend des 6. Dezembers vor die Tür und freuen sich am nächsten Tag dann über die Süßigkeiten, die sich bestenfalls darin befinden. 🙂

Doch woher kommt diese Tradition? Und warum hängen manche Kinder Socken auf, anstatt einen Stiefel vor die Tür zu stellen?

Der Nikolaustag ist jedes Jahr der 6. Dezember. Dies ist der Todestag des Heiligen Nikolaus, dem Bischof von Myra, einem der bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche. Er wirkte am Anfang des vierten Jahrhunderts, wo er viele gute Taten und sogar Wunder verbracht haben soll.

Die Legende, die zu dem heutigen Brauch führt, ist die einer Mitgiftspende. Nach dieser hat Sankt Nikolaus, als er noch nicht Bischof, aber bereits recht vermögend war, einer armen Familie geholfen.

Ein Mann hatte drei Töchter und so wenig Geld, dass er ihnen nicht die Mitgift für die Hochzeit bezahlen konnte. Den einzigen Ausweg den der Vater sah, war seine Töchter als Mägde zu verkaufen. Nikolaus wohnte in der Nachbarschaft der Familie und erfuhr so von ihrer Notlage. Daraufhin warf er in drei aufeinanderfolgenden Nächten, Goldklumpen durch die Fenster der Jungfrauen, damit sie heiraten konnten. In der letzten Nacht wurde er vom Vater der Mädchen beobachtet, der sich beim Nikolaus bedankte und gleichzeitig versprach, das Geheimnis für sich zu behalten. Erst kurz vor seinem Tod, hat der Vater das Geheimnis um die Mitgiftspende gelüftet. Nikolaus war mittlerweile zum Bischof von Myra geweiht worden und hatte weitere Wohltaten und Wunder vollbracht.

Diese Geschichte führte letztendlich dazu, dass sich dieser Brauch etabliert hat. In Deutschland stellen die Kinder am Vorabend des Nikolaustages ihre (geputzten) Stiefel vor die Tür, die dann mit Süßigkeiten und Geschenken gefüllt werden. Gelegentlich wurde aber auch in nicht geputzten Schuhen, schon ein Stück Kohle vorgefunden.

Im angelsächsischen Raum hat sich die Legende verbreitet, nach der Nikolaus die Mitgiftspende durch den Kamin in das Haus der armen Familie geworfen hat und sie sich in den zum Trocknen aufgehangenen Socken der Mädchen verfangen hat. Daher werden in England, anstatt die Stiefel vor die Tür zu stellen, die Strümpfe über dem Kaminsims aufgehängt.

Jetzt wisst ihr mehr über die Legende des Heiligen Nikolaus und denkt vielleicht daran, wenn ihr das nächste mal genüsslich in euren Schokonikolaus beißt 😉

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Liebe Grüße,

Carina 🙂