travelguide – one day in amsterdam

„Man sagt, die Grachten in Amsterdam sind drei Meter tief: ein Meter Wasser, ein Meter Schlamm und ein Meter Fahrräder.“ 🚲

Hallo ihr Lieben,

vor ein paar Wochen war ich zu einem spontanen Kurztrip für einen Tag in Amsterdam. Am Abend vorher wurde noch kurzfristig der Parkplatz gebucht und am nächsten Morgen ging es los.

Gegen 10.30 Uhr kamen wir in Amsterdam an, das Navi hat unser Parkhaus allerdings auf der falschen Straßenseite lokalisiert. Leider kam an der nächsten Kreuzung Wenden nicht in Frage, an der übernächsten auch nicht, sodass wir noch eine halbe Stunde in kleinen Nebenstraßen herumgeirrt sind und uns schließlich für einen U-Turn entschieden haben.
Merke: Wenden in Amsterdam ist nahezu unmöglich.

Im Parkhaus angekommen wurden wir vom Automaten mit einem „Guten Morgen!“ begrüßt und die Schranke ging direkt auf. Wir hatten am Vortag beim Buchen das Kennzeichen angeben müssen, das wurde automatisch erkannt und wir mussten gar nichts mehr eingeben. Für den einen Tag haben wir bei Vorbuchung 20 € gezahlt. Vor Ort hätte jede Stunde 5 € gekostet, es lohnt sich also das Parken vorher zu organisieren.

Das Parkhaus liegt direkt am Zentralen Bahnhof von Amsterdam wo auch die Hauptanlegestelle und der Ticketverkauf für Grachtenfahrten sind. Wir sind also direkt dorthin gegangen und haben uns Tagestickets für die Hop-On-Hop-Off Grachten gekauft. Damit konnten wir den ganzen Tag an allen Anlegern  ein- und aussteigen.

Filmmuseum

Vom Bahnhof aus sind wir in die nächste Gracht eingestiegen und eine Station bis zum Filmmuseum gefahren. Da es gerade regnete war der Zeitpunkt optimal für einen Museumsbesuch. Wir haben also Karten geholt und uns die Ausstellung angesehen. Interessant war der historische Teil über Filmentwicklung mit einem Quiz zum mitmachen und anderen interaktiven Stationen. Der zweite Teil war etwas skurril, mit Nahaufnahmen von Ameisen die Konfetti tragen und anderen Filmszenen.
Dennoch war das Museum sehr schön, allein schon das Gebäude war architektonisch der Wahnsinn.

Weiter ging es mit der nächsten Gracht (mit kurzem Stopp beim Van-Gogh-Museum) zum Rembrandt Platz. Während der Fahrt läuft ein Band mit Infos zu den Gebäuden und Orten an denen man vorbeifährt. So hat man also ein Fortbewegungsmittel und eine Stadtführung in einem. Vorbei am Anne-Frank-Haus, wunderschönen Häusern reicher Kaufleute und unter etlichen mit Brücken hindurch ist es wirklich ein Erlebnis auf diese Weise die Stadt zu erkunden.

Am Rembrandthaus angekommen machten wir uns zu Fuß auf um die Innenstadt anzusehen. Es gibt unzählige Gässchen mit kleinen Läden und Cafés, teilweise direkt am Ufer der Grachten. Allgegenwärtig in dieser Stadt: Fahrräder. Überall fahren Rad- und Rollerfahrer, die immer Vorfahrt zu haben scheinen – und sie sich auch nehmen. Als Fußgänger ist hier definitiv Vorsicht geboten!
Da unser Trip so spontan war haben wir nichts weiter unternommen sondern sind nur durch die Stadt geschlendert, haben Kaffee getrunken und es genossen dort sein zu dürfen.

NDSM-Werft

Am Ende des Tages haben wir uns noch die stillgelegte NDSM-Werft angesehen. Dort sind sämtliche Fassaden und alte Container voller Kunst – es ist wie ein öffentliches Museum. Ein unglaublich weitläufiges Gelände, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist!

 

 


Was ich bei meinem nächsten Trip nach Amsterdam noch ansehen möchte:

Das wichtigste bei einem Aufenthalt in Amsterdam:

  • Bringt genug Bargeld und eine Kreditkarte mit! An vielen Orten kann man ausschließlich mit Kreditkarte zahlen (ich habe z.B. die 2,60 € für das Parken an der Werft mit Kreditkarte zahlen müssen :D).
  • Nicht auf den Radwegen laufen!
  • So viel wie möglich vorher Buchen (Touren, Museen, Parken, etc.)
  • Viele Infos in Museen sind auf Englisch und auch die Verkäufer in den Läden in der Stadt sprechen Englisch. Es ist nicht zwingend notwendig aber Grundkenntnisse in Englisch sind hier recht praktisch.

Ich hoffe dieser kleine Einblick hat euch gefallen. Falls ihr jemals die Möglichkeit bekommt nach Amsterdam zu fahren: tut es! Es ist eine wunderschöne Stadt. Ich kann es kaum erwarten ein weiteres Mal dorthin zu fahren.

Liebe Grüße

Leonie ♥