Ein Wochenende im Europapark-Rust

„Wir könnten ja mit der Bimmelbahn bis Spanien fahren und dann weiter nach Griechenland laufen!“

Was am Anfang komisch klingen mag, wird im Europapark schnell zur Gewohnheit, denn dort ist genau das möglich.
Am letzten Wochenende habe ich einen zweitägigen Ausflug in den größten Freizeitpark Deutschlands gemacht. Fünf Stunden hin und Rückfahrt und eine Hotelübernachtung mit Frühstück – klingt doch gar nicht so schlecht.

Der Europa-Park teilt sich in verschiedene Länder auf in denen dann die Fahrgeschäfte, sowie eine riesige Auswahl an Essen zu finden sind. Neben der Tatsache, dass es natürlich tolle Achterbahnen gibt, ist der Europapark auch architektonisch total sehenswert. Die Bauten sind überall landestypisch gestaltet und mit sehr vielen Details liebevoll dekoriert.

Die Einkaufsmeile in Skandinavien hat mich an Dänemark-Urlaube aus meiner Kindheit erinnert, in Griechenland sieht es ein bisschen so aus wie in Santorin mit seinen schneeweißen Häuserfassaden und in England läuft man durch die Baker Street wie Sherlock Holmes.

Tatsächlich haben wir sogar ein Film-Team vom KiKA gesehen, Kulissen sind hier ja auch wirklich reichlich geboten.

Am interessantesten sind dann aber doch die Achterbahnen selbst, von denen der Europapark einige zu bieten hat:

Die „Wodan“-Holzachterbahn ist absolut besonders, denn sie besteht tatsächlich komplett aus Holz. Das gibt sich auch deutlich zu erkennen – und zwar am Klang. Man hört Sie fast durch den ganzen Park. Eine Fahrt damit ist sehr zu empfehlen!

Die „Silver Star“ ist die bekannteste der Achterbahnen. Wer sich hier in der extra Warteschlange für eine Fahrt in der ersten Reihe entscheidet, wartet an Sonntagen über eine Stunde. Aber auch in einer der Reihen weiter hinten lohnt sich die Fahrt! Bei dieser Achterbahn gibt es keine Loopings, es geht immer nur auf und ab, das allerdings mit einer Geschwindigkeit von bis zu 130 km/h. Für jemanden mit Höhenangst allerdings ist sie jedoch weniger zu empfehlen, da man am Anfang extrem langsam auf 73 m hochfährt.

Die meiner Meinung nach beste Achterbahn des Parks ist die „Blue Fire“. Bei dieser Fahrt wird man zu Beginn auf gerader Strecke innerhalb von 2,5 Sek. auf 100 km/h beschleunigt, fies ist: bevor man beschleunigt zählt eine Computerstimme langsam von drei runter, dann ist aber nochmal eine kurze Pause und man fragt sich schon wann es losgeht und plötzlich düst man los. Absoluter Schreckmoment, Gekreische ist hier natürlich vorprogrammiert 😀

Für alle Achterbahn-Liebhaber ist der Europapark also wärmstens zu empfehlen, es gibt aber genauso eine Kinder-Erlebniswelt für Kleinkinder und ich habe von jungen Familien über Jugendgruppen bis hin zu Großeltern mit ihren Enkeln alles gesehen.
Im Europapark findet wirklich jeder eine Beschäftigung – und wenn es Testessen an den dutzenden Essensständen ist!
Einziges Manko sind leider die langen Wartezeiten: je beliebter das Fahrgeschäft, desto länger steht man an, 30 Minuten Minimum. An Wochenenden lohnt es sich entweder besonders Früh zu kommen oder alternativ bis zum Schluss zu bleiben, denn da wird es besser.
Tipp: vor Antritt der Fahrt im Internet Regencapes für die Wildwasserbahnen bestellen, im Park selbst zahlt man sich an diesen Dingern wirklich „dumm und dämlich“.

Ich wünsche euch jetzt schon mal ein schönes Wochenende!

 

Lieben Gruß

Leonie ♥

 

P.S.: Ich habe eine organisierte Fahrt ab Bayreuth gebucht, die gibt es immer mal wieder (z.B. von Busunternehmen aus), man muss nur danach Ausschau halten. Selbst hin und zurück fahren lohnt sich erst bei mehreren Leuten und ist auch einfach anstrengend für den Fahrer, deshalb weniger zu empfehlen.